27.01.17 Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Seit 1996 ist der 27. Januar der „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“ und damit ein nationaler Gedenktag, an welchem man in Deutschland, der EU und der Welt der über sechs Millionen Juden und der vielen anderen Opfer gedenkt, die während der nationalsozialistischen Herrschaft ermordet wurden.

Das Datum selbst erinnert an die Befreiung der Überlebenden des nationalsozialistischen Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau durch Soldaten der Roten Armee am 27. Januar 1945

– etwa 6 Millionen Juden, – etwa 3,3 Millionen sowjetischen Kriegsgefangenen (die man mehr oder weniger absichtlich umkommen ließ), – etwa 2,5 Millionen christlichen Polen, – mindestens 100.000 Zwangsarbeitern aus der Sowjetumon, – mindestens 500.000 in deutschen Arbeitslagern und Konzentrationslagern umgekommenen Jugoslawen, – mindestens 100.000 tschechoslowakischen Zivilisten, – mindestens 84.000 ums Leben gekommenen nichtjüdischen Deportierten aus den nord- und westeuropäischen Staaten (einschließlich Italien), – etwa 219.600 Zigeunern verschiedener Nationalität, – etwa 100.000 vorwiegend deutschen Geisteskranken und Behinderten (sogenannten Euthanasie-Opfern), – etwa 130.000 nichtjüdischen Personen deutscher Staatsangehörigkeit, die aus politischen oder religiösen Motiven aktiven oder passiven Widerstand gegen das Regime leisteten.

Sprechstunde mit Kerstin Kassner für “ JUNG & ALT“ am 31.1.17 in Ribnitz-Damgarten

Sprechstunde bei Kerstin Kassner (LINKE)

Die Bundestagsabgeordnete der LINKE, Kerstin Kassner (Wahlkreis Vorpommern-Rügen), teilt mit, dass am 31. Januar von 14 bis 16 Uhr wieder ein Sprechtag in Ribnitz-Damgarten stattfinden wird.

Hierzu werden alle Bürgerinnen und Bürgern, die über aktuelle Probleme sprechen möchten, eingeladen. Es sind keine Terminabsprachen erforderlich.

Sprechtag: 31. Januar, 14 – 16 Uhr, Arbeitslosenverband e.V. in der Lange Str. 39, Eingang Frankenstr.

 

24.01.17 Filmvorführung: Sterne (DEFA, 1958) in Rostock

Liebe Kommiliton*innen und Interessierte,
am Dienstag, den 24. Januar, veranstalten wir gemeinsam mit dem AStA der Uni sowie Prof. Dr. Mario Niemann (Universität Rostock, Historisches Institut) einen Filmabend im Rahmen des Holocaust-Gedenktages.
An diesem Abend zeigen wir im Arno-Esch-Hörsaal I (Ulmencampus) ab 19:30 Uhr den mehrfach ausgezeichneten Film „Sterne“ (DEFA, 1958), der als erste deutsche (Co-)Produktion den Holocaust thematisierte.
Dazu möchten wir Sie und euch recht herzlich eingeladen fühlen.

Veranstaltung

15.01.1919 – Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht ermordet.

Berlin: Die größte Manifestation für den Sozialismus in Europa lebt.

Mit roten Nelken zu Rosa und Karl

 

Die Berliner Polizei sprach von 3.500 Teilnehmern, die tatsächliche Zahl der Demonstranten dürfte mindestens doppelt so hoch gelegen haben.

Bei ungemütlichem Winterwetter zogen Mitglieder zahlreicher linker Organisationen vom Frankfurter Tor zur Gedenkstätte der Sozialisten auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde.

 

Hakenkreuz an Berufliche Schule in Stralsund geschmiert

Stralsund (ots) – Über eine Sachbeschädigung mittels Graffiti wurde die Polizei am 16.01.2017 gegen 03:40 Uhr informiert. Unbekannte Täter schmierten mit schwarzer Farbe auf einer Fläche von 2 x 2,2 Metern ein Hakenkreuz sowie den Schriftzug „Sieg Heil“ auf die Fassade der Beruflichen Schule Vorpommern-Rügen in der Lübecker Straße in Stralsund. Eine Beseitigung der Schmierereien wurde umgehend veranlasst. Der Staatsschutz hat in diesem Fall die Ermittlungen übernommen. Zeugen, die Beobachtungen zum Tathergang oder zu möglichen Tätern machen können, werden gebeten, sich an die Einsatzleitstelle der Polizei in Neubrandenburg unter 0395/55822224, an die Internetwache der Polizei unter www.polizei.mvnet.de oder an jede andere Polizeidienststelle zu wenden.

sieg heie ???

MAHNWACHE IN STRALSUND: „AFGHANISTAN NICHT SICHER!“

Am Samstag fand in Stralsund eine Mahnwache statt, die sich thematisch gegen die Abschiebung nach Afghanistan wendete. Die Teilnehmer solidarisierten sich insbesondere mit Flüchtlingen aus Afghanistan. 12000 Afghanen sollen bundesweit in den nächsten Wochen in das Kriegsgebiet abgeschoben werden.

Nach internen Recherchen scheint momentan aus Stralsund kein Geflohener betroffen zu sein. Die afghanischen Flüchtlinge in Stralsund unterliegen momentan offenbar einem Abschiebestopp. Eine Familie soll jedoch demnächst abgeschoben werden, allerdings über das Drittland Ungarn. Ungarn ist bekannt dafür die Menschenrechte zu verletzen. Die Bedingungen für Flüchtlinge sind dort miserabel.

Ein Vertreter von „Rock gegen Rechts Stralsund e.V.“ und ebenfalls eine Vertreterin vom Bündnis „Menschen für den Frieden“ Sprachen auf der Mahnwache zu den Teilnehmern.

Neben den Redebeiträgen konnte die Ausstellung „Asyl ist Menschenrecht“, die von Rock gegen Rechts Stralsund e.V. gestellt wurde, angeschaut werden.
Die Ausstellung kann jederzeit bei dem Verein gemietet werden. Mehr Infos zur Ausstellung unter www.rockgegenrechts.com.

Insgesamt versammelten sich auf dem Olaf-Palme-Platz ca. 50-60 Personen. Darunter auch einige Flüchtlinge unter anderem aus Afghanistan und Syrien.

Rechtsextreme störten jedoch die friedliche Zusammenkunft.

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Rechtsextreme stören die Mahnwache auf der gegenüberliegenden Straßenseite

Die Mahnwache, die ca. 1 Stunde lang stattfand, wurde seit dem Aufbau massiv von Neonazis beeinträchtigt. So sammelte sich schon vor Aufbau der Mahnwache eine Gruppe von 25 bis 30 Rechtsextremen in der Nähe des Olaf-Palme-Platzes. Eine Personengruppe von 8 organisierten Neonazis bewegte sich anschließend in Richtung Altstadt, um die Gegend auszuspähen. Auf dem Alten Markt fand zuvor eine Aktion von Tierschützern unterstützt von einigen alternativen Jugendlichen statt. Als die Kundgebung ab 15 Uhr aufgebaut wurde, näherten sich die 25 bis 30 Rechtsextremen dem Ort der Mahnwache. Sie versammelten sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite und störten die Mahnwache mit rassistischen Parolen. Ebenfalls betraten sie die Versammlungsfläche und fotografierten einige Teilnehmer ab. Zudem wurde der Versammlungsleiter bedroht und beleidigt, als er einen Rechtsextremen von der Versammlungsfläche verwies. Auch andere Teilnehmer wurden durch Rufe und Gestikulationen bedroht. Während der laufenden Mahnwache zeigten die Rechtsextremen weiterhin Transparente mit der Aufschrift „refugees not welcome“ und „stoppt die Invasion“ sowie eine Reichskriegsflagge.

Bis zum Ende der Mahnwache einschließlich des Abbaus war die rechtsextreme Personengruppe vor Ort. Darunter waren einschlägige Kameradschaftsmitglieder.

Polizei nur halbherzig dabei

Zu Beginn traf ein Streifenwagen auf der Versammlungsfläche ein, um die übliche Formalien lt. Versammlungsgesetz zu klären. Die Beamten wurden darüber informiert, dass sich eine Personengruppe von 8 organisierten Rechtsextremen in Richtung Altstadt bewegt. Daraufhin verließ der Streifenwagen die Versammlungsfläche. Die Rechtsextremen verließen nun ihr Versteck und bewegten sich in Richtung der angemeldeten Versammlung. Sie bauten eine Drohkulisse auf, daraufhin wurde die Polizei erneut verständigt und traf nach einigen Minuten ein.

Die Polizei war mit 11 Beamten im Einsatz, darunter auch MAEXX-Beamte.
Laut Polizei habe die Menge der Beamten nicht ausgereicht, um die Rechtsextremen wegzudrängen. Erst zum Zeitpunkt des Abbaus, als einige Rechtsextreme verschwanden, wurden Personalien von der übrigen Gruppe kontrolliert. Das Bündnis aus verschiedenen lokalen Initiativen ist gespannt darauf, ob die Versammlungsgesetzverstöße wirklich geahndet werden.

Die Rechtsextremen, die sich auch gerne als Patrioten bezeichnen, haben ihre Anhängerschaft vor allem aus Stralsund, allerdings auch aus dem Umland des Landkreises Vorpommern-Rügen mobilisiert. Vermutlich waren auch Rechtsextreme aus Rostock vor Ort.

Landesweit fanden 15 Mahnwachen statt, an denen ca. 800 Personen teilgenommen haben. Im Landkreis Vorpommern-Rügen fanden zwei weitere statt – eine in Ribnitz-Damgarten mit rund 30 Teilnehmern und eine weitere in Bergen auf Rügen mit rund 50 Teilnehmern.

14.1.2017 um 15:30 Uhr gegen Abschiebungen nach Afghanistan

Liebe Freunde und Freundinnen,

Wir möchten Euch einladen, mit uns gemeinsam am
14.1.2017 um 15:30 Uhr gegen Abschiebungen nach Afghanistan auf die Straße zu gehen.

„Afghanistan ist nicht sicher – Jede Abschiebung dorthin ist Unrecht!“

An diesem Tag treffen sich in ganz Mecklenburg-Vorpommern an vielen Orten Menschen, um den Politikern zu zeigen: Wir wollen keine einzige Abschiebungen aus MV nach Afghanistan!

Wir treffen uns am 14.1.2017 um 15:30 Uhr auf dem Olof-Palme-Platz/Theatervorplatz in Stralsund.
Ladet Eure Freunde ein und kommt mit Euren Familien. Wir versammeln uns friedlich. Wir freuen uns, euch zu sehen und auch kennenzulernen!
Helft uns mit mit Eurer Teilnahme an dieser friedlichen DemonstrationAbschiebungen von Afghaninnen und Afghanen zu verhindern.

Lasst uns nicht nur Deutschland, sondern auch anderen europäischen Ländern zeigen, dass „Afghanistan – Nicht sicher!“ ist.

Facebook: www.facebook.com/afghanistanmv

دوستان گرامی ،

ما شما را دعوت می کنیم تا علیه دیپورت به افغانستان ، همراه با ما به خیابانها برویم.
در چهاردهم جنوری سال 2017 ساعت 15:30.

„افغانستان امن نیست – هر دیپورت به آنجا ناعادلانه میباشد“

در این روز مردم در سرتاسر ایالت مکلنبورگ فورپومن ، در بیشتر شهر ها و قریه ها ملاقات میکنند تا نشان بدهند : ما حتی یک دیپورت از ایالت مکلنبورگ فورپومن به طرف افعانستان را نمی خواهیم .
ما در تاریخ 14.1.2017 ملاقات خواهیم کرد. مکان :
Olof-Palme-Platz/Theatervorplatz

دوستان و خویشاوندان خود را دعوت کنید.
ما به شکل صلح آمیز یکجا می شویم.
ما از دیدن شما و شناختن شما خوشحال خواهیم شد !

لطفا با اشتراک کردن در این تظاهرات صلح آمیز از دیپورت شدن یک برادر و یا خواهر هموطن تان جلوگیری کنید.نه تنها به آلمان بلکه به تمام کشورهای اروپایی نشان دهیم که „افعانستان امن نیست“

Dear friends,

We want to invite you to go together with us on the streets against deportations to Afghanistan on
14th January 2017 at 15:30 o clock.

„Afghanistan is not safe – Every deportation to there is injustice!“

At this day people will meet in all Mecklenburg-Vorpommern in many cities and villages to show to the politicians: We do not want one single deportation from Mecklenburg-Vorpommern to Afghanistan!

We will meet at 15:30 on 14.1.2017 at this place:
Stralsund, Olof-Palme-Platz/Theatervorplatz

Invite your friends and families. We will come together peaceful. We will be happy to see you and to get to know you!
With your participation in this peaceful demonstration help us to prevent deportations of Afghani people.

Lets show not only to Germany, but even to other European countries, that „Afghanistan is not save!“

Facebook: www.facebook.com/afghanistanmv

Da is die Veranstaltung wohl in die Hose gegangen :D

Neonazis beim Rostockbesuch eiskalt erwischt – Demo abgesagt

Aus einer mit 150 gemeldeten Teilnehmern doch recht üppig geplanten Neonazi-Demo am Rostocker Hauptbahnhof wurde – trotz Unterstützung aus Hamburg, Stralsund und vor allem Güstrow – nichts. Nicht mal ansatzweise kamen die von NPD-Anhängern und Kameradschaften unterstützten Anmelder in den Bereich der dreistelligen Teilnehmerzahlen. Ganze 26 (!) Personen im klassischen Dresscode fanden sich bei knackigen Minusgraden am Hauptbahnhof ein.
Nach fast 90-minütiger Verstätung begann ein bis dato nahezu unbekannter Mensch mit einer dreieinhalb minütigen Wutrede, warum er und „sein Volk“ Merkel stürzen werden und dass es jetzt losgeht. Hierbei wurde er meist von Gelächter umstehender Gegendemonstranten unterbrochen.

Danach ging es wirklich los. Allerdings statt mit der angekündigten Demonstration durch Rostock mit dem Zug nach Hause. Währenddessen hielten sich über 400 antifaschistische Menschen mit Musik und warmen Getränken an mehreren Standorten rund um den Bahnhofsvorplatz bei Laune. Nach knapp zweieinhalb Stunden des Ausharrens konnten die Gegendemonstranten endlich dem Spuk ein Ende bereiten und in einen erfolgreichen Samstagnachmittag starten.

Selbstverständlich gaben gestern unsere „Stralsunder Nazis“ auch ihr Bestes.

Mehr Bilder gibt’s hier ++++https://m.flickr.com/#/photos/nils_borgwardt/++++